
Wissenschaftler entwickeln Methode zur Umprogrammierung der Bauchspeicheldrüse für GLP-1-Produktion ohne Ozempic
Wissenschaftler erforschen eine Methode, um die körpereigene Produktion von Glukagon-ähnlichem Peptid-1 (GLP-1) zu ermöglichen, dem Hormon, das Abnehmmedikamente nachahmen. Zwei Biotech-Startups entwickeln Gentherapien, die Zellen umprogrammieren, um GLP-1 zu produzieren, und könnten so regelmäßige Injektionen ersetzen.
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Wissenschaftler entwickeln Methode zur Umprogrammierung der Bauchspeicheldrüse für GLP-1-Produktion ohne Ozempic
Wissenschaftler berichten von Fortschritten bei einer Methode, die es dem Körper ermöglicht, seine eigene Versorgung mit Glukagon-ähnlichem Peptid-1 (GLP-1) zu produzieren.
GLP-1 ist ein natürlich vorkommendes Hormon, das Medikamente wie Semaglutid und Tirzepatid nachahmen. Dies sind die Wirkstoffe in beliebten Abnehmmedikamenten wie Wegovy und Zepbound.
Laut Berichten entwickeln zwei Biotech-Startups Gentherapie-Behandlungen. Ideal wäre eine einzige Injektion, die Zellen umprogrammiert, um das Hormon zu produzieren, und so die Abhängigkeit von häufigen Injektionen wie bei aktuellen Medikamenten eliminiert. Das Ziel ist es, bestehende Zellen zur GLP-1-Produktion anzuregen und so die Vorteile von GLP-1-Medikamenten zu erzielen, ohne kontinuierliche Behandlung. Gesundheits-Tracking-Apps wie Shotlee können beim Überwachen des Abnehmfortschritts während solcher Behandlungen helfen.
Beide Unternehmen haben die Wirksamkeit dieser Methode an Mäusen nachgewiesen und testen sie nun an größeren Tieren, einschließlich Schweinen und Affen.
Es bleibt jedoch unklar, ob der menschliche Körper ähnlich reagieren wird. Die Bestimmung der Wirksamkeit und Sicherheit könnte mehrere Jahre weiterer Forschung erfordern.
Mögliche Vorteile und aktuelle Daten
Die potenziellen Vorteile sind erheblich. Aktuelle Daten zeigen, dass die Nutzung von GLP-1-Injektionen in den USA in den letzten zwölf Monaten verdoppelt hat. Bemerkenswert ist, dass die Adipositasraten seit 2022 zu sinken begonnen haben, was Experten darauf zurückführen, dass GLP-1-Medikamente zu diesem Trend beigetragen haben.
Diese Woche hat Fractyl, ein Biotech-Unternehmen, die neuesten Ergebnisse seiner neuen Gentherapie Rejuva veröffentlicht. Die Forschung ergab, dass fettleibige Mäuse, die mit der Therapie behandelt wurden, innerhalb von drei Wochen eine 20-prozentige Reduktion des Körpergewichts erlebten. Darüber hinaus hielten normalgewichtige Mäuse gesunde Blutzuckerspiegel und nahmen trotz einer fettreichen Ernährung nach der Behandlung kein Gewicht zu.
Fractyl Health-Mitgründer und CEO Harith Rajagopalan erklärte, dass die Therapie Semaglutid übertreffe.
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So funktioniert der Ansatz
Die Methode verwendet einen kleinen Virus, um DNA-Instruktionen in Zellen einzufügen, die diese anweist, GLP-1 zu produzieren.
Rajagopalan erklärte, dass aufgrund der lokalen Verabreichung der Therapie nur eine sehr niedrige Dosis des Virus benötigt wird, was das Vertrauen in die potenzielle Sicherheit für Menschen erhöht.
Überlegungen und alternative Ansätze
Experten warnen, dass dieser Ansatz beim Menschen irreversibel sein und langfristige Probleme in der Bauchspeicheldrüse verursachen könnte, die den Blutzuckerspiegel reguliert.
RenBio, ein Konkurrent von Fractyl, verfolgt eine andere Strategie. Es integriert die DNA-Instruktionen für die GLP-1-Produktion in eine Salzlösung, die dann in Muskelgewebe injiziert wird. Kurze elektrische Impulse erleichtern die direkte Einbringung dieser Instruktionen in Zellen und verwandeln so die zelluläre Maschinerie effektiv in eine Protein-Fabrik.
Mäuse, die mit dieser Lösung injiziert wurden, erlebten etwa eine 15-prozentige Reduktion des Körpergewichts, deutlich mehr als die Placebogruppe, und hielten diesen Gewichtsverlust mindestens ein Jahr lang. Die Regulation der Blutzuckerspiegel verbesserte sich ebenfalls.
Obwohl Rajagopalan mit Human-Daten im nächsten Jahr rechnet, ist noch erheblicher Fortschritt erforderlich, bevor eine mögliche Humanbehandlung verfügbar wird.
Rajagopalan betonte, dass noch viel Arbeit zu leisten sei, und verglich den Umfang der Bemühungen mit der Kolonisierung des Mars. Er fügte jedoch hinzu, dass solche ambitionierten Ziele es wert seien, verfolgt zu werden.
Quellenangabe
Ursprünglich veröffentlicht von Futurism.Originalartikel lesen →