
GLP-1-Implantat wird für übergewichtige Haustiere getestet
Eine klinische Studie testet derzeit eine GLP-1-basierte Gewichtsreduktionsbehandlung für übergewichtige Katzen. Das Implantat gibt über sechs Monate Medikament ab und soll Insulinsensitivität sowie Energiemetabolismus verbessern. Ergebnisse werden nächsten Sommer erwartet.
GLP-1-Implantat wird für übergewichtige Haustiere getestet
Abnehmmedikamente könnten bald über den menschlichen Einsatz hinausgehen und unseren tierischen Begleitern zugutekommen.
Okava Pharmaceuticals, ein kalifornisches Unternehmen, hat eine klinische Studie mit 50 Katzen gestartet, um einen GLP-1-basierten Ansatz zur Gewichtsreduktion zu testen. Die Behandlung umfasst ein kleines Implantat unter der Haut, bekannt als OKV-119, das über einen Zeitraum von sechs Monaten schrittweise Medikament abgibt.
Diese Studie, benannt MEOW-1, gehört zu den wegweisenden Untersuchungen in diesem Bereich.
Das Unternehmen erklärt, dass die Behandlung „viele physiologische Effekte des Fastens nachahmt – verbesserte Insulinsensitivität, reduzierte Fettmasse und effizienteren Energiemetabolismus – ohne wesentliche Änderungen in der Fütterungsroutine oder Störung der Mensch-Tier-Bindung, die oft um Essen kreist“.
Sie bietet das Potenzial, die Lebensqualität einer Katze zu verbessern und gesundes Altern zu fördern. Gesundheits-Tracking-Apps wie Shotlee können diese Verbesserungen überwachen.
Experten schätzen, dass rund 60 % der Katzen in den USA als übergewichtig gelten, was das Risiko für Diabetes und andere Erkrankungen erhöht.
„In der Tiermedizin gab es in den letzten 100 Jahren nur eine Verschreibung: weniger füttern, mehr bewegen, und das funktioniert nicht bei allen Formen von Adipositas“, sagte Dr. Ernie Ward, Tierarzt und Experte für Haustier-Adipositas, gegenüber CBS News.
Präzises Tracking auf Deinem Weg
Begleite Tausende Nutzer, die mit Shotlee ihre GLP-1-Medikamente und Nebenwirkungen exakt tracken.
📱 Shotlee kostenlos nutzen
Begleite Tausende Nutzer, die mit Shotlee ihre GLP-1-Medikamente und Nebenwirkungen exakt tracken.
Laut Ward könnte dieses neue Medikament Vorteile über die reine Gewichtsreduktion hinaus bieten und beruft sich auf Humanstudien, die positive Effekte auf Diabetes und die langfristige Gesundheit zeigen.
Ward hob auch die offenen Fragen hervor, darunter Kosten, mögliche Nebenwirkungen und die Wirksamkeit des Implantats. Okava schätzt die monatlichen Kosten für Tierbesitzer auf etwa 100 US-Dollar, falls das Medikament zugelassen wird.
Einige Tierbesitzer stehen der Idee offen gegenüber.
„Er verbringt die meiste Zeit schlafend. Er ist ein Faulenzer ... ein großer Faulenzer“, sagte Katzenbesitzerin Savannah Tielking, deren 10-jährige Katze 21 Pfund wiegt, gegenüber CBS News. „Ich denke, wenn mein Tierarzt zu mir käme und sagen würde: ‚Er ist diabetisch. Wir haben alles andere ausprobiert. Wir sollten das in Betracht ziehen‘ – dann definitiv.“
Die Ergebnisse der MEOW-1-Studie werden nächsten Sommer erwartet, wobei Okava plant, innerhalb von zwei Jahren die FDA-Zulassung für das Implantat anzustreben.
Das Unternehmen erwähnt zudem eine ähnliche Version für Hunde, die derzeit in Entwicklung ist.
Quellenangabe
Ursprünglich veröffentlicht von UPI.Originalartikel lesen →